Gleich zwei Anlässe haben Mitglieder der Freimaurerloge „Zum hellen Licht“ zu ihrer Partnerloge „Hope“ ins englische Bradford Anfang Dezember 2025 geführt: Zum einen galt es, das 45-jährige Bestehen der Partnerschaft zwischen beiden Logen zu feiern, zum anderen wurde der Brandkatastrophe im Fußballstadion „Valley Parade“ in Bradford vor 40 Jahren gedacht.
Aus diesem Anlass haben Vertreter beider Logen Blumengebinde an dem Denkmal für die Opfer der Brandkatastrophe niedergelegt. Am 11. Mai 1985 waren auf der damaligen Holztribüne des Fußballstadions 56 Menschen ums Leben gekommen und 265 verletzt worden. Der Feuersbrunst knapp entronnen war seinerzeit eine städtische Delegation, zu der unter anderem die damalige Hammer Oberbürgermeisterin Sabine Zech und Joyce Reisner gehörten.
Gedenken in Bradford: Mitglieder der Hammer Freimaurerloge „Zum hellen Licht“ – darunter deren „Meister vom Stuhl“ Gisbert Sander (rechts) – und der Partnerloge „Hope“ in Bradford – unter anderem mit dem Vorstandsmitglied Steve Myers (Zweiter von rechts) – haben an dem von Jockel Reisner gestalteten Denkmal für die Opfer der Brandkatastrophe im Bradforder Fußballstadion Blumengebinde niedergelegt.
Darum stehen zwei identische Denkmale stehen vor dem historischen Rathaus in Bradford und am Rathaus in Hamm. Gestaltet worden sind sie vom Hammer Künstler Jockel, der Mitglied in beiden Logen war und vor zweieinhalb Jahren gestorben ist. Seine Witwe Joyce, die in Hamm lebt, und er waren nicht nur treibende Kräfte der seit nun 49 Jahren bestehenden Städtepartnerschaft zwischen Bradford und Hamm, sondern auch beider Logen.
Und seit 45 Jahren treffen sich Mitglieder der Logen „Zum hellen Licht“ und „Hope“ wechselseitig in beiden Städten: Während die Freimaurer aus Bradford zumeist im Juni nach Hamm kommen, um am „Johannisfest“ und dem damit verbundenen Wechsel der Beamten in einer besonderen Zeremonie beizuwohnen, reisen die Freimaurer aus Hamm aus dem gleichen Anlass jeweils am letzten November-Wochenende nach Bradford.
Diese Regelmäßigkeit hat dazu geführt, dass viele Freundschaften entstanden sind. Das gilt auch für junge Brüder, die erst später ihren Weg in die Freimaurerei gefunden haben als die teils gestorbenen Gründungsväter und die jetzt dafür sorgen, dass die Partnerschaft weiterhin mit Leben gefüllt wird. Denn eine Besonderheit ist es, dass die Besucher – zu denen oft auch die Ehepartner gehören – bei Gastgebern aus den Logen untergebracht werden, die dadurch ein Stück zur eigenen Familie werden. (GS)
Aufzeichnung des Abends (evtl. muss der Lautsprecher eingeschaltet werden.)
Die beiden Initiatoren Burkhard und Jürgen hatten den Abend mit großem zeitlichem Einsatz sorgfältig vorbereitet und ein ebenso tiefgründiges wie abwechslungsreiches Programm zusammengestellt. Gekonnt moderiert wurde die Veranstaltung von Christian, der mit klaren Worten durch die Beiträge führte und die Übergänge elegant gestaltete.
Aufzeichnung der Lesung
"Meinungsfreiheit" wird unser Thema sein. Unser Grundgesetz schützt sie. Aber schützt die Gesellschaft sie auch, heute im Umgang mit den "Sozialen Medien"?
Es wird ein spannender Abend durch die Geschichte der Meinungsfreiheit. Seid alle herzlich willkommen! Und bringt - wenn möglich - Euren Nachwuchs mit! Denn der wird sie später nicht nur nutzen, er muss sie auch verteidigen, die Freiheit, seine Meinung sagen zu dürfen!
Das Leseteam:
Barbara Hohmann, Claudia Höinghaus, Burkhard Lau und Jürgen Wieland
Es gilt, die Würde und Achtung, anderer Menschen zu respektieren. Da die Menschenwürde als Basis aller Grundrechte mit keinem Einzelgrundrecht abgewogen werden kann, muss die Meinungsfreiheit stets zurücktreten, wenn eine Äußerung die Menschenwürde eines anderen verletzt! Dies gilt auch und gerade für das Internet und dort angesiedelte soziale Netzwerke. Auch diese sind kein rechtsfreier Raum.
Meinungsfreiheit heißt somit nicht, alles auf jede Weise sagen zu dürfen. Zum Schutz der Demokratie, die auch von einer funktionierenden Debattenkultur abhängt, muss, bei aller Differenz in der Sache, die Würde und der Achtungsanspruch aller Menschen respektiert werden.
gehalten von
Dr. Merle Lau
Mittwoch, den 22.01.2025, 20:00 Uhr
„Hochautomatisierte Fahrzeuge sind die Zukunft des Straßenverkehrs, doch damit sie sicher mit anderen Verkehrsteilnehmern wie Fußgänger interagieren können, müssen sie „kommunizieren“ können. Dafür können spezielle Lichtsignale am Fahrzeug, sogenannte externale Mensch-Maschine-Schnittstelle (eHMIs) genutzt werden.
Solche Systeme teilen die Absichten des Fahrzeugs mit, etwa durch Lichtbänder und können somit den Fußgängern Sicherheit geben. Aktuelle Studien haben gezeigt, dass solche Lichtsignale das Vertrauen und das Sicherheitsgefühl der Fußgänger steigern können. Gleichzeitig spielt die Bewegung des Fahrzeugs, also seine Kinematik eine wichtige Rolle: Ob es früh abbremst oder ausweicht, signalisiert ebenfalls die Intention des Fahrzeugs. Besonders bei großen Fahrzeugen, wie Bussen, empfinden Fußgänger die Kommunikation als noch wichtiger, da sie größere Fahrzeuge oft als bedrohlich wahrnehmen.
Die genaue Wechselwirkung zwischen eHMIs, Fahrzeugkinematik und der Fahrzeuggröße ist noch nicht ausreichend erforscht, was eine zentrale Fragestellung in der aktuellen Forschung darstellt.
Der Vortrag beleuchtet aktuelle Forschungsarbeiten aus Labor- und Testfeldstudien, die darauf abzielen, eine sichere und intuitive Interaktion zwischen hochautomatisierten Fahrzeugen und Fußgängern zu ermöglichen."